
Baccarat ist ein Glücksspiel mit Karten und wurde angeblich im 16. Jahrhundert in Neapel erfunden. Der Name soll seinen Ursprung in einem neapolitanischen Dialekt haben, wobei Baccara “null” bedeutet. Der Name könnte aber auch von der Stadt Baccarat abgeleitet sein. Jedoch setzt sich immer mehr die Annahme durch, dass Baccara wesentlich jünger ist und erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Gespielt wird Baccarat mit sechs Paketen französischer Spielkarten á 52 Blatt.
Hierbei verfügen die Baccarat-Karten nicht über Index-Zeichen und haben gleichmäßig einfarbige Rückseiten, die kein Muster haben. Verwendet werden drei Paket mit einem hellrosa und drei Pakete mit einem hellblauen Rücken. Das Ziel des Baccarat ist es, mit zwei oder drei Karten neun Punkte zu erzielen bzw. so nah wie möglich an neun Punkte heranzukommen. Dabei haben die verschiedenen Karten folgende Zählwerte: As 1 Punkt, 2er bis 9er zählen zwei bis neuen Punkte, 10er und Bilder haben jedoch null Punkte. Wenn die Karten in ihrer Summe zehn oder mehr Punkte ergeben, so zählt nur die Einerstelle.
Beispiel:
hat ein Spieler eine 7 und eine 5, so zählt dies 2 Punkte, hat ein Spieler eine 6 und eine 4 so zählt dies null Punkten oder eben “Baccara“. In den Casinos wird Baccara in der Regel in zwei Hauptvarianten angeboten: Baccara chemin de fer und Baccara benque. Beide Spielweisen werden noch in weitere Variationen unterschieden. Bei Baccara heißt der leitenden Croupier “Chef de partie” oder “Tailleur“. Der Jetons wechselnde Changeur steht ihm zu Seite. Baccarat ist eines der einfachsten Casinospiele und ist jedoch sehr unterhaltsam. In Las Vegas wird mit dem Baccarat ein Hauch von Exklusivität verbunden, da hier die Baccarat-Tische meist abgetrennt hinter schweren Samtvorhängen zu finden sind. Zudem tragen die Damen elegante Kleidung und der Croupier hat stets einen Smoking an.
Baccarat Varianten
Weitere Baccarat Varianten ist das “Baccara á banque ouverte” oder “Baccara banque á tous va”. Bei der Versteigerung der Bank ist das höchste Gebot “Banque ouverte”. Hierbei verpflichtet sich der Spieler die Einsätze in jeder Höhe zu halten. Vor jedem Coup muss der Bankhalter die aktuelle Banksumme auf die Summe der Einsätze der Gegenspieler aufstocken oder aber die Bank abgeben.
Bei der Baccarat Variante “Banque ouverte” gibt es keine Banco-Ansage. Weitere Varianten sind das “Baccara á banque limitée” oder “Baccara banque á hauter”. Wenn die Bank nicht zum Höchstgebot “Banque ouverte” ersteigert, wird “Baccara á banque Limitée” gespielt. Hierbei dürfen meist nur drei Pakete benutzt werden. Spielt der Pointeuer hierbei Banco, dann gilt die eine Hälfte seines Einsatz für das linke und die andere Hälfte für das rechte Tableau. Verliert der Bankier sein gesamtes Spielkapital, ist die Bank gesprengt und es erfolgt eine neue Versteigerung.
Jedoch ist es in einigen Casinos dem Bankier auch gestattet, die Bank fortzuführen, wenn er die Summe, mit der das Spiel begonnen hat, erneut in die Bank einlegt. Früher wurden die Banken beim Baccarat von den Spielbanken gehalten. Wurde die Bank in einem Spiel gesprengt, wurde ein schwarzes Tuch über den Tisch gebreitet. Bei Baccara banque muss der Bankier ebenfalls eine Taxe an das Casino entrichten, die einmalig 5% des eingebrachten Kapitals beträgt.
Die Taxe kann auch an den Gewinnen gemessen werden und beträgt bei Banque limitée 2% und 1,25% bei Banque ouverte. Gewinnt der Bankier gegen das höher besetzte Tableaux und verliert gegen das andere, so ist die Differenz der Einsatz auf den beiden Tableaux der Gewinn. Somit werden Verluste in einem Coup gegen die Gewinne desselben Coups verrechnet.
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